Schielende Geschäftsmodelle

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Nach dem Oberndorfer Waffenproduzenten Heckler & Koch teilte auch der Geschäftsführer der Rüstungsfirma Sig Sauer, Franz von Stauffenberg, kürzlich mit, man werde sich auf das Geschäft innerhalb Europas, der Nato und mit dem Militärbündnis gleichgestellten Ländern konzentrieren. »Das ist etwas Besonderes«, findet er: »Wir haben keine Geschäftsmodelle, die in kritische Drittstaaten schielen.«

Unabhängig vom Wahrheitsgehalt ist das zunächst eine gute Nachricht. Sie zeigt, dass die journalistischen Arbeiten zu den teilweise kriminellen Geschäften deutscher Kleinwaffenhersteller etwas bewirkt haben, etwa die ­Recherchen über die illegalen Lieferungen von G36-Gewehren von Heckler & Koch nach Mexiko. Wer derzeit seine Gewehre, Pistolen oder Granaten an Länder wie Saudi-Arabien, die Türkei oder Indonesien verkauft, ist nicht mehr überall gut angesehen. Das heißt für Leute wie den Mehrheitseigentümer von Heckler & Koch, Andreas Heeschen: »Wir müssen das schlechte Image korrigieren.«

Jungle World, 22. Dezember 2016

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Lukrative Exporte in den Drogenkrieg

Akten Marisela 3

BERLIN taz | Franz von Stauffenberg wollte „das Besondere“ der Rüstungsschmiede Sig Sauer hervorheben. „Wir haben keine Geschäftsmodelle, die in kritische Drittländer schielen“, erklärte der Geschäftsführer des Eckernförder Unternehmens im Sommer. Doch das trifft offenbar nicht auf alle Sig-Sauer-Betriebe zu.

Dokumente, die der taz und der ARD vorliegen, geben an, dass die Schwesterfirma Sig Sauer Inc. im US-Bundesstaat New Hampshire große Mengen von Waffen in das vom Drogenkrieg geprägte Mexiko exportiert hat. Laut einem internen Schreiben des US-Kongresses beträgt der gegenwärtige Lieferumfang für Gewehre, Pistolen und Reparaturmaterial einen Wert von 266 Millionen US-Dollar. Die Güter gehen demnach an die Marine, das Verteidigungs- und Innenministerium sowie föderale und bundesstaatliche Kräfte.

http://www.taz.de/Waffen-in-Mexiko/!5365433/

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Zu Besuch beim Waffendealer

Viel Regen: Protestaktion vor der Schwarzwälder Waffenschmiede Heckler&Koch
Viel Regen: Protestaktion vor der Schwarzwälder Waffenschmiede Heckler&Koch

Die indische Delegation fordert Blumen statt Waffen, ein Chor singt die  Moorsoldaten und ein am Metallzaun festgezurrtes Transparent mahnt:  „Jede Waffe findet ihren Krieg“. Hinter dem Zaun: „Europas tödlichstes  Unternehmen“, wie der Pazifist Jürgen Grässlin die Schwarzwälder  Rüstungsschmiede Heckler & Koch bezeichnet. „Zu Besuch beim Waffendealer“ weiterlesen

Die ersten Opfer

Die Frauenmorde in Ciudad Juárez gehen weiter. Daran ist auch der Krieg un0313_journald der zunehmende Waffenhandel Schuld. Amnesty International macht sich für eine schärfere Kontrolle von Gewehren und anderen Kleinwaffen stark.

Mein Artikel im Amnesty-Journal 02/03