Drohnen, Brände, Schlägerbanden

caracas

Ausgerechnet der Klassenfeind hat es aufgedeckt. Vergangene Woche meldete CNN, der mysteriöse Drohnenangriff auf eine Militärparade im August 2018 sei ein Versuch gewesen, den venezo­lanischen Präsidenten Nicolás Maduro zu töten. Ein Beteiligter hat demnach dem US-Sender berichtet, er habe den Anschlag mit einer Gruppe dissidenter Militärangehöriger vorbereitet. Zuvor seien sie alle friedliche Wege gegangen, um der Tyrannei ein Ende zu setzen, sagte der Mann.

An jenem Sommertag explodierten mehrere Drohnen im Zentrum von ­Caracas, als Maduro dort gerade im Rahmen einer Militärparade eine Rede hielt. Der Staatschef machte sofort Oppositionelle und US-Präsident Donald Trump für den Angriff verantwortlich. Regimegegner vermuteten dagegen, der venezolanische Geheimdienst könnte hinter dem Anschlag stecken. »Ich hatte gedacht, es war etwas Internes, von der Regierung organisiert«, räumte Maduros Gegenspieler, der selbsternannte Interimspräsident Juan Guaidó, auf CNN ein.

Jungle World, 21. März 2019

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