Protestant des Volkes

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MEXIKO-STADT taz | Fünf Monate hat Mexikos gewählter Präsident bereits faktisch mitregiert. Am 1. Dezember übernimmt Andrés Manuel López Obrador, kurz AMLO, nun auch offiziell sein Amt.

Gleich nachdem ihm die MexikanerInnen am 1. Juli mehrheitlich ihre Stimmen gegeben haben, legte der 64-Jährige los. Seine Vertreter diskutierten mit, als es galt, mit US-Präsident Trump einen neuen Freihandelsvertrag zu vereinbaren. AMLO initiierte Foren, auf denen Angehörige von Gewaltopfern mit künftigen Regierungsmitgliedern über die katastrophale Menschenrechtslage sprachen. Seine Morena-Partei organisierte Volksbefragungen, in denen das Ende eines im Bau befindlichen Flughafens beschlossen wurde. Niemand interessierte sich noch für seinen regierenden Vorgänger Enrique Peña Nieto von der ehemaligen Staatspartei PRI. AMLO stahl ihm die Show.

taz, 30. November 2018

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Schweigemärsche der Zapatisten

Die Welt ist erwartungsgemäß am 21. Dezember 2012 nicht untergegangen. Während jedoch Tausende Esoteriker und andere dem Ende entgegenfieberten, stellten die indigenen Rebellen in südmexikanischen Chiapas klar: Wir haben gerade erst angefangen. Seither diskutiert Mexikos Linke wieder über die Vermummten aus Chiapas.MINOLTA DIGITAL CAMERA

Artikel in der taz vom 22. Januar 2013